Gottfrieds Kochbuch

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Zutatenliste

Für 6 – 7 Personen:
eine 10 – 11 Pfund schwere Gans

Zubereitung

Gans entwässern:
½ Stunde im Wasser liegen lassen.
Anschließend noch einmal gut durchspülen mit Tüchern trockenen, von innen salzen (ganz wichtig)

Füllung:
½ Weißbrot würfeln,
4-5 säuerliche Äpfel würfeln,
ca. 2 Hände voll gewaschene, entstielte und gut abgetrocknete Rosinen zusammen vermengen,
in die Gans füllen und anschl. zunähen.
Das Ganze von oben salzen.
Bräter bis 1 – 2 cm mit Wasser füllen und die Gans hineinlegen.
Garzeit insgesamt ca. 3 Stunden.
Nach 1 ½ Stunden den ganzen Sud abgießen (verwertbar als Schmalz).
Das Ganze mit 1 – 2 cm Wasser aufgefüllt erneut aufsetzen und für ca. 1 ½ Stunden weitergaren.
Die letzten 20 Minuten ohne Deckel zunächst die Unterseite der Gans (für ca. 10 Minuten),
anschließend wenden und die Oberseite (für ca. Minuten) kross werden lassen.
Abschließend die Füllung entfernen (oder nach Geschmack) mitservieren.
Bratensud mit saurer Sahne abschmecken.

Rezeptdetails

  •  
  • Land/Region
    Germany
  • Kosten
  • Vegetarisch
    Nein
  • Diabetisch
    Nein
  • Portionen
    7
  • Alternative Menge
  • Zubereitungszeit
    mehr als 2,5 Stunden
  • Kilojoule
  • Fettgehalt
  • Broteinheit
  • Proteingehalt
  • Kohlehydrate
  • Schwierigkeitsgrad
    Normal
  • Geändert
    09. Dezember 2015
  • Gelesen
    1466

Notizen

Ein Gänseessen soll immer besonders festlich sein.
Wer zum ersten Mal eine Gans zubereitet, hat oft großen Respekt davor.
Generell empfiehlt sich immer eine frische Gans.
Tiefgefrorene Produkte sind oft trocken.
"Und wenn schon Gans, dann im Ganzen zubereiten".
Einzelne Teile wie Brust oder Keule sind ebenfalls nicht so saftig.

Die Gans wird ganz klassisch mit Äpfeln, Beifuß, Rosmarin, Salz, Pfeffer und vielleicht etwas Speck gefüllt.
Die Glasur ist Geschmackssache - Anfänger sollten auch diese schlicht halten und das Fleisch beispielsweise mit Honig und gutem Pfeffer oder Butter und Salz bestreichen.

Die ersten Fragen stellen sich oft schon beim Kauf.
Es ist ratsam, ein Tier aus der Region zu bestellen.
Wer keinen kalten Keller hat, muss zur Lagerung etwas Platz im Kühlschrank schaffen.
Verpackte Gänse sollten unbedingt aus der Folie genommen werden.
Anschließend sollte man sie einfach auf eine Platte legen und nicht abdecken - so hält sie sich mehrere Tage.

Eine etwa sechs bis acht Kilo schwere Gans reicht - je nach Beilage - für vier bis sechs Personen.
Bei der Temperatur im Ofen sollte man langsam anfangen mit 120 Grad Celsius.
Nach etwa zwei, zweieinhalb Stunden kann man mit der Temperatur auf 160 Grad hochgehen - für die Bräune.
Wer wissen will, ob die Gans gar ist, hebt sie etwas an: Ist der Saft, der herausläuft, klar; dann ist sie fertig.
Je nach Gewicht dauert das rund zweieinhalb bis drei Stunden.

Damit beim Servieren und Zerlegen des Vogels vor den Gästen nichts schiefgeht - und der Gastgeber nicht so viel Stress hat - empfiehlt es sich, die Gans schon am Vortag vorzubereiten.
Dann kann man nach dem Backen schon in aller Ruhe die Brust und die Keule auslösen.
Wichtig ist aber, das Tier erst mal im Ganzen zuzubereiten - sonst wird das Fleisch schnell trocken.
Das Vorbereiten hat einen weiteren großen Vorteil: Mit den Knochen lässt sich eine aromatische Soße kochen.

Am nächsten Tag, wenn die Gäste kommen, einfach Butter und etwas Soße auf einem Backblech noch mal in den Ofen geben.
Der Ofen sollte zwischen 160 und 180 Grad heiß sein, dann wird das Fleisch war und kross.
Als Beilage können Gastgeber beispielsweise Rotkohl, Maronen, Rosenkohl und Knödel servieren.

Kommentare



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